Meerschweinchen

Sie sind die idealen Hausgenossen für Stadtwohnungen, benötigen z.T. verhältnismäßig wenig Platz, verhalten sich ruhig und bedürfen nicht der Genehmigung des Vermieters. Trotz alledem sollte man sich darüber im Klaren sein, dass man auch hier die Verantwortung für das Wohlergehen des Tieres übernimmt.

Gerade bei Meerschweinchen gibt es eine Reihe von ausgefallenen Zuchtformen, die man als Qualzüchtung bezeichnen muss, daher sollte man auf die Anschaffung eines solchen Tieres verzichten. Meerschweinchen sind tagaktive, gesellige Tiere und werden durchschnittlich 6-8 Jahre alt. Da Meerschweinchen ein stark ausgeprägtes Sozialverhalten aufweisen, sollten diese Tiere nie in Einzelhaltung leben.

Zwei Tiere sind daher die Mindestanforderung, eine Gruppe von einem kastrierten Böckchen und 3-4 Weibchen wäre optimal. Erwachsene Tiere, die sich noch nicht kennen, sollten sehr behutsam aneinandergewöhnt werden, am besten hält man sie anfangs getrennt, aber mit Sichtkontakt und führt sie anschließend auf neutralem Gebiet zusammen.

Jagen und kleinere Raufereien, sowie Brummseln und besteigen dient der Herstellung der Rangordnung. Hierbei sollte auf keinen Fall eingegriffen werden. Ein Trennen der Tiere ist erst notwendig, wenn die Tiere stark aggressives Verhalten zeigen, das heißt, dass die Tiere sich ineinander verbeißen oder so doll gepiesackt wird das Blut fließt! Wird ein Pärchen zusammengehalten, sollte in jedem Fall das Männchen vorher kastriert werden und eine Kastrationsquarantäne von mindestens 4 Wochen eingehalten wird, besser wären 6. Unter Weibchen ist die Rangordnung schnell hergestellt. Auch mehrere Männchen vertragen sich mit einigen Tricks untereinander, sofern sie sich von klein auf kennen und kein Weibchen in der Gruppe oder in der Nähe ist.

Da Meerschweinchen bewegungsaktive Tiere sind, benötigen Sie einen entsprechend großen Käfig, die im Handel angebotenen sind sehr oft zu klein. Zwei Tiere sollten eine Fläche von 2m² zur Verfügung haben, hierbei muss die Fläche nicht ebenmäßig sein, sondern kann durch Etagen erreicht werden. Trotzdem täglich mehrstündiger Auslauf muss gewährleistet sein.
Bei Käfigen gilt aber immer: Je größer, desto besser! Gern genießen sie die Sicht von erhöhten Plätzen aus. Kunststoffbehälter oder Aquarien sind aufgrund der fehlenden Luftzirkulation abzulehnen. Als Einstreu empfiehlt sich das im Handel übliche saugfähige Heimtierstreu. Heu wird als Futtermittel benötigt, nicht als Einstreu.

Nicht geeignet sind, Sägemehl, Torf, Hobelspäne (der Staub führt zu Augenreizungen bzw. Atemwegserkrankungen) Sauberkeit ist für das Wohlbefinden des Tieres sehr wichtig, daher sollte mindestens einmal wöchentlich das Einstreu gewechselt werden. Neben der Grundausstattung mit Schlafhäuschen, Heuraufe, Futternapf, Trinkflasche, sollten dem Tier auch Klettermöglichkeiten und Verstecke geboten werden. Da es sehr geräuschempfindliche und schreckhafte Tiere sind, gehört der Käfig an einen hellen, zugluftfreien, ruhigen Ort. Schön ist es für die Tiere selbstständig den Käfig verlassen und aufsuchen zu können, dieser also nicht so erhöht steht ohne mit einem Trittbrett oder ähnlichen mit dem Boden verbunden zu sein. Außerdem sollte der Käfig nicht am Fenster, nicht direkt neben dem Heizkörper, da die Temperatur ca.18-20 Grad Celsius betragen soll, stehen.

Für den Auslauf der Tiere sollte die Wohnung meerschweinchensicher gemacht werden, das bedeutet Kabel, giftige Pflanzen, andere Tiere und sonstige Gefahrenquellen sollten beseitigt werden.

Die Tiere können wunderbar das ganze Jahr draußen gehalten werden. Hierbei muss auf eine isolierte Behausung, die durch eine gewisse Höhe vor Bodenfrost geschützt ist, geachtet werden und die Tiere sollten an die Temperaturen gewöhnt sein, also schon im Sommer und Herbst draußen gelebt haben , um ein dementsprechendes Winterfell zu bekommen.
Wer den Tieren auch bei Wohnungshaltung ein besonderes Vergnügen bescheren will, kann die Tiere im Sommer durchaus mit langsamer Gewöhnungsphase im Grünen halten und im Winter wieder in die Wohnung holen. Oder man setzt die Meerschweine bei geeignetem Wetter für einige Stunden in einen Auslauf zum "Rasenmähen. Der Stellplatz muss trocken und frei von Dünge- bzw. Pflanzenschutzmitteln sein. Das Gehege sollte nach oben vor Katzen, Hunden und Greifvögeln geschützt sein. Schattenspender müssen vorhanden sein. Die Schreckhaftigkeit der Tiere wurde bereits angesprochen, deshalb sich nur langsam dem Käfig oder Gehege nähern, nicht gleich nach dem Tier greifen, es erst ansprechen, behutsam aus der Hand füttern, dann werden sie schneller zahm, nicht fallen lassen, selbst Stürze aus geringer Höhe sind gefährlich und haben oft Knochenbrüche zur Folge.

Sie sind Pflanzenfresser, ernähren sich sowohl von frischen, als auch trockenen Pflanzenteilen. Heu bildet die Grundlage der gesunden Ernährung. Zusätzlich sollte Frischfutter gefüttert werden. Hierzu eignen sich folgende Gemüsesorten bestens: Fenchel, Möhren (Möhrengrün darf verfüttert werden, aber selten wegen des hohen Kalziumgehaltes), Gurken (Meeries Lieblingsspeise), Paprika, frischer Mais (nur sehr selten, macht dick)gern auch Maisblätter, Tomaten (ohne Grün, giftig!), Topinambur (Knolle und Blätter), Kürbis, Broccoli, Blumenkohl, Grünkohl, Sellerie (Stangen- und Knollensellerie mit Blättern), rote Beete, Radischenblätter und Zucchini. Obst sollte rationierter gefüttert werden also nur jeden zweiten Tag, hier eignen sich: Äpfel, Bananen, Weintrauben (ohne Kern), Orangen und Mandarinen (sehr wenig), Birnen, Kiwi und Melonen.

Auch verschiedene Beeren sind zum Verfüttern geeignet, immer nur eine Beere pro Tag, gegeben werden können: Erdbeeren (nur ein viertel), Johannisbeeren; Heidelbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren und Brombeeren. Bei allem , dem Tier noch unbekannten, langsam kleine Portionen füttern, so dass es nicht zu Durchfall kommt.

Stark wasserhaltiges Gemüse wie Gurke, Salat oder Tomate sollte nur gering verfüttert werden. Von dem Verfüttern von Steinobst möchten wir eher abraten, es führt häufig in Verbindung mit Wasser zu starken Blähungen oder Durchfall. Kein Grünfutter am Straßenrand sammeln, wegen der Abgasbelastung. Grünfutter niemals angewelkt verfüttern, rufen Gärungsprozesse hervor, daher auch keine Kohlsorten füttern. Mit den kleinen Kotbällchen, die das Tier hin und wieder aufnimmt, versorgt es den Körper mit Vitaminen, die von den Darmbakterien während des Verdauens gebildet werden. Die Zähne des Meerschweinchens wachsen ständig nach und müssen daher durch Nagen an harten Gegenständen abgenutzt werden. Ungespritzte Zweige von Obstbäumen (außer Bäume von Steinobst, wie Kirsche, Pflaume oder andere), Weiden und Buchen eignen sich hierfür hervorragend.

Das zu kaufende Trockenfutter, sowie alle Sorten von Leckerlies haben nichts auf dem Speiseplan eines Meerschweinchens zu suchen. Es enthält schädliche Stoffe, wie Zucker und Getreide und ist bei einer abwechslungsreichen gesunden Meerschweinchenkost nicht notwendig, sondern schadet eher! Knabberstangen dienen trotz ihres Namens nicht dem Zahnabrieb! Salzlecksteine und Nagervitamine sind in jeglichen Formen unnütz und dienen dem Verkäufer, aber nicht der Gesundheit der Tiere. Gerade eine zu hohe Aufnahme von Salzen kann zu starken Stoffwechselstörungen führen.

Möchten sie nun doch nicht ganz auf trockenes in ihrem Napf verzichten, so kaufen sie doch bitte Kräuter, getrocknetes Obst und Gemüse, sowie alle arten von Pellets mit einem hohen Rohfasergehalt und mischen sich so ihr eigenes Trockenfutter. Von diesem sollte dann einmal täglich 1EL verfüttert werden, nicht mehr! Folgende Kräuter eignen sich und gehören auf den Speiseplan ihrer Meerschweinchen: Brennnesselkraut, Brombeerblätter, Dill, Gänseblümchen, Haselnussblätter, Hirtentäschelkraut, Johannisbeerblätter, Kamille, Kornblumenblüten, Löwenzahnwurzel mit Kraut, Melisse, Petersilie, Pfefferminzblätter, Ringelblumenblüten, Sauerampferkraut, Schafgarbe, Sonnenblumenblüten, Spitzwegerrichkraut, Vogelmiere.

Ein gesundes Meerschweinchen hat ein glänzendes Fell, ist wohlgenährt, lebhaft, neugierig und hat einen guten Appetit. Augenränder, Nasen- oder Ohrenöffnungen sind nicht verklebt. Verunreinigungen in der Aftergegend weisen auf eine Durchfallerkrankung hin. Die Krallen sollen kurz sein und die Gelenke keine Verdickungen aufweisen. Bei feuchter oder unsauberer Einstreu können sich Geschwüre an den Fußsohlen bilden. Da die Tiere sich selbst putzen, sollen sie auf keinen Fall gebadet werden. Eine vierteljährliche Kontrolle beim Tierarzt, wo die Krallen gekürzt und die Zähne kontrolliert werden, ist empfehlenswert.

Im folgenden Text ist die Empfehlung des Deutschen Tierschutzbundes dargestellt:

Zwergkaninchen

Zwerg- und Hauskaninchen stammen vom europäischen Wildkaninchen ab. Obwohl die Zwergkaninchen auch als ,,Zwerghasen" bezeichnet werden, haben sie nichts mit dem Feldhasen gemein. Sie können sich mit diesem auch nicht verpaaren.
Kaninchen sind Rudeltiere und haben ein stark ausgeprägtes Sozialverhalten, somit ist eine Einzelhaltung ohne Artgenossen ausgeschlossen. Als Paare eignen sich ein kastriertes Böckchen mit einem oder mehreren Weibchen oder auch zwei kastrierte Böckchen. Kaninchen werden auch bei Paarhaltung schnell handzahm.

Am besten umfasst man das Kaninchen seitlich mit beiden Händen oder greift mit einer Hand an der Genickfalte und unterstützt den Körper mit der zweiten Hand unter dem Bauch. Heben Sie das Kaninchen nie an den Ohren hoch! Es ist sehr schreckhaft, neigt zum Beißen, Kratzen (vorwiegend Weibchen) da sie aufgrund von Scheinschwangerschaft oft aggressiv werden. Dann verteidigen sie auch ihren Stall. Ein Angriff erfolgt immer nach vorn, weil kein Hinterausgang vorhanden ist. Unkastrierte Rammler markieren ihr Revier mit Urin. Bei Angst oder Aufregung klopfen Kaninchen mit den Hinterläufen kräftig auf den Boden. In so einem Fall sollte man sich dem Tier behutsam nähern und ruhig mit ihm sprechen, bevor man es anfasst oder nach ihm greift.

Die Tiere sind empfindlich gegen Hitze (in der Natur Höhlenbewohner). Da Krallen und Zähne ständig wachsen, ist eine regelmäßige Kontrolle durch den Tierarzt unerlässlich. Kaninchen sind Pflanzenfresser, ernähren sich sowohl von frischen, als auch trockenen Pflanzenteilen. Heu bildet die Grundlage der gesunden Ernährung. Zusätzlich sollte Frischfutter gefüttert werden. Hierzu eignen sich folgende Gemüsesorten bestens: Fenchel, Möhren (Möhrengrün darf verfüttert werden, aber selten wegen des hohen Kalziumgehaltes), Gurken (Meeries Lieblingsspeise), Paprika, frischer Mais (nur sehr selten, macht dick)gern auch Maisblätter, Tomaten (ohne Grün, giftig!), Topinambur (Knolle und Blätter), Kürbis, Broccoli, Blumenkohl, Grünkohl, Sellerie (Stangen- und Knollensellerie mit Blättern), rote Beete, Radischenblätter und Zucchini. Obst sollte rationierter gefüttert werden also nur jeden zweiten Tag, hier eignen sich: Äpfel, Bananen, Weintrauben (ohne Kern), Orangen und Mandarinen (sehr wenig), Birnen, Kiwi und Melonen.

Auch verschiedene Beeren sind zum Verfüttern geeignet, immer nur eine Beere pro Tag, gegeben werden können: Erdbeeren (nur ein viertel), Johannisbeeren; Heidelbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren und Brombeeren. Bei allem , dem Tier noch unbekannten, langsam kleine Portionen füttern, so dass es nicht zu Durchfall kommt.

Stark wasserhaltiges Gemüse wie Gurke, Salat oder Tomate sollte nur gering verfüttert werden. Von dem Verfüttern von Steinobst möchten wir eher abraten, es führt häufig in Verbindung mit Wasser zu starken Blähungen oder Durchfall. Kein Grünfutter am Straßenrand sammeln, wegen der Abgasbelastung. Grünfutter niemals angewelkt verfüttern, rufen Gärungsprozesse hervor, daher auch keine Kohlsorten füttern. Mit den kleinen Kotbällchen, die das Tier hin und wieder aufnimmt, versorgt es den Körper mit Vitaminen, die von den Darmbakterien während des Verdauens gebildet werden. Wie schon erwähnt wachsen die Zähne der Kaninchenständig nach, so dass diese durch Zweige und Heufressen abgenutzt werden müssen.

Ungespritzte Zweige von Obstbäumen (außer Bäume von Steinobst, wie Kirsche, Pflaume oder andere), Weiden und Buchen eignen sich hierfür hervorragend.
Das zu kaufende Trockenfutter, sowie alle Sorten von Leckerlies haben nichts auf dem Speiseplan eines Kaninchens zu suchen. Es enthält schädliche Stoffe, wie Zucker und Getreide und ist bei einer abwechslungsreichen gesunden Kaninchenkost nicht notwendig, sondern schadet eher! Knabberstangen dienen trotz ihres Namens nicht dem Zahnabrieb! Salzlecksteine und Nagervitamine sind in jeglichen Formen unnütz und dienen dem Verkäufer, aber nicht der Gesundheit der Tiere.

Gerade eine zu hohe Aufnahme von Salzen kann zu starken Stoffwechselstörungen führen. Möchten sie nun doch nicht ganz auf trockenes in ihrem Napf verzichten, so kaufen sie doch bitte Kräuter, getrocknetes Obst und Gemüse, sowie alle arten von Pellets mit einem hohen Rohfasergehalt und mischen sich so ihr eigenes Trockenfutter. Von diesem sollte dann einmal täglich 1EL verfüttert werden, nicht mehr! Folgende Kräuter eignen sich und gehören auf den Speiseplan ihrer Kaninchen: Brennnesselkraut, Brombeerblätter, Dill, Gänseblümchen, Haselnussblätter, Hirtentäschelkraut, Johannisbeerblätter, Kamille, Kornblumenblüten, Löwenzahnwurzel mit Kraut, Melisse, Petersilie, Pfefferminzblätter, Ringelblumenblüten, Sauerampferkraut, Schafgarbe, Sonnenblumenblüten, Spitzwegerrichkraut, Vogelmiere. Es muss stets frisches Wasser zur Verfügung stehen.

Der Trinknapf ist das natürlichste und beugt Fehlhaltungen des Kopfes beim Trinken vor. Für Kaninchen gilt, wie für Meerschweinchen auch, niemals das Futter abrupt umstellen!
Kaninchen nehmen regelmäßig Kot vom After auf. Das ist keine Unart, sondern dient der Versorgung mit lebenswichtigen Vitaminen. Stören sie ihr Tier bitte nie dabei.
Die im Handel angebotenen Käfig sind viel zu klein. Zwei Kaninchen sollten min. 3m² zur Verfügung haben, diese Fläche muss nicht ebenmäßig sein, sondern kann durch zwei aufeinander stehende Käfige oder Etagen erreicht werden.

Dazu benötigen die Kaninchen jede Menge Auslauf, ein oder zwei Stunden am Tag sind nicht ausreichend. Für Kaninchen lassen sich auch schöne Wohnungsgehege mit wenig Aufwand bauen. Die Höhe sollte min 50 cm betragen, damit die Tiere ohne Probleme Männchen machen können. Als Einstreu sollte die handelsübliche Kaninchenstreu oder Stroh verwendet werden. Katzenstreu, Sägemehl, Blumenerde oder Papier ist nicht geeignet. Auch Heu ist kein Einstreumaterial, da es das Hauptnahrungsmittel der Kaninchen darstellt. Die Einstreu muss mindestens einmal wöchentlich komplett gewechselt werden, in den "Toilettenecken" sogar täglich.

Auch wenn man Kaninchen einiges wegerziehen kann, z.B. das Nagen an Tapeten oder Schränken, sollte die Wohnung für das Auslauf kaninchensicher gemacht werden, dass heißt: Kabel, giftige Pflanzen, andere Tiere usw. werden außer Reichweite der Kaninchen gebracht.
Da Kaninchen neugierige, bewegungsaktive und intelligente Tiere sind, sollte man ihnen einen abwechslungsreichen Stall bieten.

(Baumstämme zum Klettern, Rohre zum Durchlaufen usw.)
Kaninchen können ebenso wie Meerschweinchen, ganzjährig draußen gehalten werden, Voraussetzung hierfür ist ein warmer, trockener Stall auf Beinen aufgestellt, als Unterschlupf, außerdem sollte die Gewöhnung ab Sommer stattfinden, damit sich das Fell entsprechend entwickeln kann. Bei Freilandhaltung ist Impfschutz gegen Chinaseuche und Myxomatose dringend erforderlich. Ist das Tier erkrankt, sollte in jedem Fall ein Tierarzt zu Rate gezogen werden.

Empfehlungen des Deutschen Tierschutzbundes:

Ratten

Haltung von Ratten
Da Ratten erst abends aktiv werden, sind sie nicht für Kinder geeignet, eher für
berufstätige Menschen, die sich nach Feierabend mit ihnen beschäftigen. Eine artgerechte Haltung allerdings ist in der Wohnung kaum möglich. In der Regel findet die Ratte kaum Gelegenheit, ihrem Lauf- und Kletterbedürfnis im Käfig nachzukommen. Durch intensive Beschäftigung in den Abendstunden kann man diesen Mangel zwar etwas ausgleichen, dennoch sollte der Tierfreund überlegen, ob er ein Tier halten will, dessen Bedürfnissen er nicht gerecht werden kann.
Ratten haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten, leben in Großfamilien u. sollten mindestens zu zweit gehalten werden. Ihre Gruppenmitglieder erkennen sie am Duft. Fremde Artgenossen werden daher als Eindringlinge bekämpft. Um heftige Auseinandersetzungen zu vermeiden, sollte man die Tiere bereits als Jungtiere zusammensetzen.

Die Lebenserwartung einer Ratte ist sehr kurz und liegt bei ca. 2-3 Jahren. Die Tiere haben einen Wach-Ruhe- Rhythmus von ca. 2-4 Stunden. Ihre Haupt-Aktivitätszeiten liegen in den Abend- und Nachtstunden. Tagsüber schlafen sie die meiste Zeit.

Bei täglicher Beschäftigung werden mehrere Tiere genau so zahm, wie ein Einzel-Tier. Bitte fragen Sie erst im Tierheim nach, bevor Sie einen Zoo-Fachhandel aufsuchen. Bitte, achten Sie bei der Anschaffung darauf, dass es Tiere gleichen Geschlechts sein sollten, weil sich die Tiere ansonsten innerhalb kurzer Zeit rapide vermehren. Erwachsene Weibchen sind untereinander verträglicher, als Männchen.

Für die bewegungsfreudigen Tiere sind die handelsüblichen Käfige in der Regel zu klein, zumal im Handel keine speziell auf die Bedürfnisse von Ratten zugeschnittene Heimtierkäfige zu erhalten sind. Es bietet sich daher an, große Streifenhörnchen- oder Papageienkäfige zu verwenden, evtl. mehrere Käfige miteinander so verbinden, dass mehrere Etagen zum Klettern vorhanden sind. Die Käfigeinrichtung sollte unbedingt Möglichkeiten zum Klettern, Verstecken, Schlafen sowie ein Platz zum Aufrichten, Spielen und Nagen (dafür eignen sich ungespritzte Äste) bieten. Als Schlafplatz eignen sich Meerschweinchenhäuser aus Plastik (Holz wird abgenagt u. schimmelt). Im Baumarkt erhalten Sie dunkle Röhren, die man als Gangsysteme anordnen kann u. die den Tieren als Versteck dienen. Klettertaue und eine große Schale mit Vogelsand zum Graben sorgen für Abwechslung. Auf Laufräder sollte gänzlich verzichtet werden, wegen der Verletzungsgefahr ihrer Schwänze.

Als Trinkflasche eignet sich eine ca. 15 cm über dem Boden aufgehängte Nippeltränke. Futterschalen sollte aus Keramik oder Glas, jedoch kippsicher sein, falls die Ratte sich auf den Rand setzt.

Als Einstreu empfiehlt sich das im Handel erhältliche Heimtierstreu. Auf Sägemehl, Torf oder Hobelspäne sollte wegen erhöhter Staubgefahr verzichtet werden. Auch Zeitungspapier ist wegen der Druckerschwärze ungeeignet. Staub führt zu Augenreizungen und Atemwegserkrankungen.

Für die Schlafstätte eignet sich Heu, Stroh oder Zellstoff. Mindestens einmal pro Woche sollten Einstreu u. Nistmaterial erneuert u. die Näpfe gründlich gesäubert werden.

Ratten sind bei Lärm stark Stress gefährdet, deshalb sollte der Käfig an einem ruhigen, trockenen, zugluftfreien Ort, leicht erhöht, der vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt wird, stehen. Die Raumtemperatur sollte 18-23 Grad betragen.

Man fasst mit einer Hand unter den Bauch und hält die andere schützend über den Rücken des Tieres. Auf keinen Fall aber darf eine Ratte am Schwanz angehoben werden, weil dies sehr unangenehm für das Tier ist u. die empfindliche Schwanzhaut nicht geeignet ist, das gesamte Körpergewicht zu tragen.

Heimtierratte sind Gemischtköstler u. ernähren sich vorwiegend vegetarisch. Eine gesunde u. ausgewogene Kost ist daher äußerst wichtig. Gefüttert wird am späten Nachmittag oder am frühen Abend. Das Grundfutter besteht aus verschiedenen Flocken, Körnern, Nüssen u. ölhaltigen Sämereien (Trockenfuttermischung) Auch Alleinfutter in Form von Pellets (erhältlich im Zoofachhandel) Ungefähr 1/3 der Tagesration sollte aus frischen Leckerbissen, wie verschiedenen Obstsorten (keine Zitrusfrüchte) Gemüsesorten u. Grünzeug ( Salat, Löwenzahn, Gänseblümchen )bestehen. Niemals angewelkt u. nicht vom Straßenrand. Sich im Darmtrakt bildende Gase, auch durch Kohlsorten, rufen Gärungsprozesse hervor, daher darauf verzichten! Als Obst bieten sich Äpfel, Birnen, Bananen, Weintrauben, Tomaten, Karotten, Blatt- u. Feldsalat, Futterrüben u. Gurken an. Das Futter muss frei von Pestizidrückständen sein und
Beim Füttern Raumtemperatur haben. Weitere Leckerbissen sind Mehlwürmer, Quark, Joghurt, Käse u. hart gekochte Eier mit Schale. Auch hin u. wieder Zwieback, Knäckebrot, Nüsse m. Schale (keine Mandeln,keine Paranüsse) gekochte Nudeln u. Reis (bitte nur in sehr kleinen Mengen, führen zu Übergewicht)

Um die ständig nachwachsenden Zähne abnutzen zu können, sind hartes Brot und ungespritzte Zweige von Obstbäumen, Weiden u. Buchen geeignet.

Für jeden Tierhalter sollte es selbstverständlich sein, bei den ersten Anzeichen von Erkrankungen, deutlich verminderte Aktivität, Appetitlosigkeit, tränenden Augen, deutlichen Atemgeräuschen, verklebten Augen, verkrusteten Nasenöffnungen, Niesen usw. den Tierarzt aufzusuchen.

Bei offenen Fragen oder Problemen wenden sie sich bitte an uns!

 
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